Liebe Veranstalter*innen,
wir haben uns was ganz Neues ausgedacht: eine deutsche Punk-Doku ohne die Toten Hosen!
Wir, das sind Ronja und Ronny vom Plastic Bomb mit Unterstützung des Cutter*innen-Teams Sévérine, Katharina und Johannes, die zusammen seit gut zwei Jahren an der Doku „Generation Y Punk – Update einer Subkultur“ arbeiten. Es geht um DIY-Punk in Deutschland zwischen den Jahren 2000 und 2020 und um den Einfluss von Digitalisierung und Internet auf eine Szene, die so lange rein analog funktioniert hat.
Es wird Interviews, alte Videosequenzen und viele Babypunk-Fotos geben. Inhaltlich beschäftigen wir uns intensiv mit dem DIY-Aspekt der Szene, also weit weg von großen Labels, berühmten Bands und professionellen Strukturen. Wir schaffen Einblicke in den Szene-Underground, wo linke Politik, Spontanität und „einfach mal machen“ das Credo sind.
Die interviewten Personen sind, genau wie Ronny und Ronja selbst, Millennials, also in den 80ern/90ern geboren und rund um das Jahr 2000 in der Szene sozialisiert. Die 20 Interviewpartner*innen sprechen über sich selbst, wie sie diese Zeit erlebt haben, was sie begeistert hat, was sie an Punk und DIY Kultur wichtig finden…und wer bzw. was ihnen das Leben schwer gemacht hat!
Wir orientieren uns dabei an den Themen dieser Zeit: neben der eigenen Sozialisation geht es um Festivals, um Gentrifizierung, um Veganismus, Konzerte besuchen oder veranstalten, wie man ohne Navi zum Konzertort kommt und wie man sich als Punk mit Migrationsgeschichte in einer männlich-weiß-dominierten Szene zurechtfindet.
Die Dreharbeiten sind abgeschlossen, auch der Schnitt ist bereits im Feinschliff, die Doku soll noch in diesem Jahr gerendert werden. Die Doku wird in 3 Teilen à 55 Minuten veröffentlicht, die zwar einen zeitlichen Ablauf abbilden, aber auch einzeln betrachtet funktionieren, das heißt, nicht aufeinander aufbauen und in beliebiger Reihenfolge gezeigt /geschaut werden können.
Also ladet uns gern ein!
In eure Kinos, eure Kneipen oder Veranstaltungs-Locations! Wichtig ist uns, dass die Räume wirklich geeignet und erprobt sind, um Filme zu zeigen.
Ab März 2026 sind wir bereit, mit der Doku auf Tour zu gehen. Ob an einem Abend dann ein, zwei oder alle drei Teile gezeigt werden, kann individuell entschieden werden. Wir erzählen auch gern alles über den Entstehungsprozess und unsere persönlichen Erkenntnisse, die wir aus den Interviews mitgenommen haben.
Die Veröffentlichung der Doku auf DVD, Youtube etc. ist aktuell nicht geplant, die öffentliche Vorführung läuft also erst einmal außer Konkurrenz.
Ganz wichtig ist uns aber:
Wir wollen an einem Kino-Abend nicht einfach nur einen Film zeigen. Wir möchten dazu passend gern einen Vortrag halten. Über DIY, über Subkultur. Über den Mut, den man dringend fassen sollte, einfach mal loszulegen, egal ob mit einer eigenen Band, einem Fanzine, einer Veranstaltung oder eben einer Doku. Denn unkommerzielle DIY-Subkultur stärkt nicht nur linke Läden, sie schafft Raum für Menschen, in dem sie linke Politik (er-)leben können. Aktiv zu werden, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, mit Mut zur Lücke, was Fachkenntnis und fehlende Übung angeht, ist elementar wichtig für Kunst, Kultur und am Ende eben auch Demokratie. Darüber wollen wir sprechen. Denn wir sind keine professionellen Filmschaffenden. Aber wir sind Teil der Szene-DNA, wir gewähren tiefe Einblicke und, das wichtigste an DIY-Punk, wir sind Teil eines weit verzweigten Unterstützer*innen-Netzwerk, das ein solches Unterfangen überhaupt ermöglicht hat. Darüber wollen wir gern öffentlich sprechen und anderen Menschen zeigen, wie niedrigschwellig auch solche großen Projekte sein können – und wo es Unterstützung und Fachwissen braucht.
Euch verschafft der Teil mit dem Vortrag die Möglichkeit, für den Abend eine Kulturförderung zu beantragen. Wenn ihr dabei Hilfe braucht, lasst es uns gern wissen, wir helfen euch. Aber wir sind mit unserem Projekt auf Gagen angewiesen, da wir uns für die Doku, vor allem für den Schnitt, hart verschuldet haben. Im Rahmen einer Kulturförderung sollte es für euch aber kein Problem sein, Gelder für die Veranstaltung zu bekommen.
Wir freuen uns auf euch!
Das Gen-Y Punk Team
